1. Mai: Aufstehen und Kämpfen!

Veröffentlicht am: 19. April 2013
Dieser Beitrag wurde in unserer Kategorie "Allgemein" veröffentlicht

1 Mai front_smallDer erste Mai – der internationale Kampftag der Arbeiter_innen – rückt näher. Hier in Tübingen rufen wir zur Beteiligung an der traditionellen DGB Demo auf. Es wird dort unter dem Motto „Unsere Antwort auf die Krise: Aufstehen und Kämpfen – Klasse gegen Klasse!“ einen revolutionären Jugendblock geben. Im Anschluss an die Demo wird am Haagtor-Platz (direkt an der Ammer) ein kleines internationalistisches Straßenfest stattfinden, zu dem alle jungen Menschen herzlich eingeladen sind. Hoch die internationale Solidarität! Für einen revolutionären 1. Mai!

DGB-Demo: 10:30, Europaplatz (Omnibusbahnhof)

Internationalistisches Straßenfest: ab 12:00 am Haagtorplatz an der Ammer

Unser diesjähriger Aufruf zur Maidemo:

Heraus zum 1. Mai!

Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterklasse. Gründe, auf die Straße zu gehen, gibt es für uns auch heute noch viele. Millionen Lohnabhängige in der Bundesrepublik befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in Mini-Jobs oder müssen von „Hartz 4“ leben. Die Ausweitung von Leiharbeit und Werkverträgen zwingen viele Tausende Jugendliche in besonders krasse Formen von Ausbeutung.

Die Krise und der Klassenkampf von oben

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise seit 2007/08 haben sich die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen von vielen Millionen Menschen weiter verschlechtert. Die Krisenlasten werden auf die arbeitende Bevölkerung, die Arbeitslosen, uns Jugendliche und die Rentner_innen abgewälzt. Nachdem die Staaten große Banken „gerettet“ haben und sich die öffentlichen Schulden dadurch massiv erhöhten, muss nun angeblich „gespart“ werden. Deutschland zwingt an führender Stelle ganz Europa, insbesondere aber den südeuropäischen Ländern, eine „Spar“-Politik auf, die verheerende Auswirkungen auf große Teile der Bevölkerung haben. In Griechenland z.B. werden deshalb nicht nur immer mehr Familien obdachlos, mittlerweile leiden dort sogar viele Menschen an Hunger!

Mit der europaweiten Durchsetzung von „Reformen“ im Sinne der „Agenda 2010“ wird ein folgenreicher Kreislauf in Gang gesetzt. Denn schon jetzt ist absehbar, dass es in Zukunft auch in der Bundesrepublik wieder heißen wird, dass erneuter Sozialabbau und sinkende Reallöhne notwendig seien, damit Deutschland weiterhin „wettbewerbsfähig“ bleibt. Selbst die letzten Reste an sozialer Absicherung müssen von uns also immer wieder neu verteidigt werden, denn sicher ist in diesem System nur eines: die Profite der Banken und Konzerne!

Den Kampf gegen die Herrschenden organisieren!

Vor einigen Jahren hat der US-amerikanische Milliardär Warren Buffett gesagt: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“ Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass das Kapital und seine politischen VertreterInnen einen offensiven Klassenkampf gegen die Arbeiterklasse führen. Während den KapitalistInnen dies offensichtlich sehr bewusst ist, ist es vielen Lohnabhängigen wohl leider noch nicht so klar. Und auch in den Gewerkschaften gibt es viele, die einen „sozialpartnerschaftlichen“, wenig kämpferischen Kurs vertreten. Trotzdem bleiben die Gewerkschaften die wichtigste Kampforganisation der Arbeiterklasse, weshalb wir uns in ihnen organisieren müssen, um uns kollektiv für unsere Interessen einsetzen zu können.

Sorgen wir also dafür, dass der Klassenkampf wieder entschlossen von der Arbeiterklasse und ihren Verbündeten gegen die Angriffe der herrschenden Klasse geführt wird!

Für einen kämpferischen, revolutionären 1. Mai 2013!

Das Problem heißt Kapitalismus!

Klassenkampf statt „Sozialpartnerschaft“!

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